Das Buch 'Natur - Ganzheit - Medizin' von Harald Zycha

Das Buch

NATUR - GANZHEIT - MEDIZIN

von Dr. rer. nat. Harald Zycha

Kritik der reduktionistisch-materialistischen Naturwissenschaft und Begründung einer ganzheitlich-kybernetischen Medizin der Natur.

Forum für eine
ganzheitliche Naturwissenschaft und Medizin

Dieses Forum möchte auf die überaus ernsten Probleme in unserem Gesundheitswesen und Ökosystem aufmerksam machen und aufzeigen, daß die Ursachen dafür in einer weitgehend verfehlten Naturwissenschaft und Medizin liegen, aber auch, daß man die Fehler beheben kann, wenn man nur will.

Der Autor des Buches 'Natur - Ganzheit - Medizin': Dr. rer. nat. Harald Zycha

Der Autor

Dr. rer. nat. Harald Zycha
ist Naturwissenschaftler,
hat Physik studiert und in Physikalischer Chemie promoviert.

  • Warum dieses Buch?
  • Inhaltsverzeichnis
  • Zu den Textauszügen
  •    -  Vorwort
  •    -  Zum Problembewußtsein (Kap. 1)
  •    -  Physik und Raum (Kap. 3)
  •    -  Physik an der Wende (Kap. 4)
  •    -  Probleme und Fragen (Kap. 5)
  •    -  Ganzheit und Schichtung (Kap. 6)
  •    -  Realität und Wirklichkeit (Kap. 7)
  •    -  Die Rolle der Mathematik (Kap. 7)
  •    -  Musik und Materie (Kap. 9)
  •    -  Ganzheitliches Denken (Kap. 10)
  •    -  Kritik der Physik (Kap. 11)
  •    -  Kritik der Medizin (Kap. 14)
  •    -  Stoffwechsel u. Immunsystem (Kap. 16)
  •    -  Krankheit und Heilung (Kap. 17)
  •    -  Homöopathie (Kap. 18)
  •    -  Eigenharntherapie (Kap. 19)
  •    -  Impfkritik (Kap. 20)
  •    -  Irrlauf des Kapitalismus (Kap. 22)
  •    -  Fortschritt u. technolog. Zirkel (Kap. 23)
  •    -  Ökologie und Nahrung (Kap. 24)
  • Aktuelle Brennpunkte
  • Zum Werdegang des Buches
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Kapitel 11: Kernpunkte der Kritik an der Physik

Bevor ich ab Kapitel 12 auf die konkreten Themen eingehe, möchte ich hier die gemeinsame Grundlage skizzieren, auf der sich die Probleme der Physik entwickelt haben. Zwar wurde in den vorausgehenden Kapiteln schon an vielen Stellen auf einzelne Aspekte derselben hingewiesen, aber jetzt sind wir in der Lage, aus unserer nun gewonnenen ganzheitlichen Sicht die gemeinsame Wurzel klar zu erfassen. Es ist gewissermaßen eine programmatische Gegenüberstellung zu den in Kapitel 10 formulierten Prinzipien des ganzheitlichen Denkens.


Die methodische Philosophie der Physik kann man mit dem folgenden einfachen Prinzip charakterisieren: Verbindung von Theorie und Wirklichkeit durch das Experiment. Gemeint ist damit: Verifizierung einer Hypothese durch das Experiment, das den Prüfstein der Wirklichkeit bilden soll. Außer dem Einwand, daß Hypothesen grundsätzlich nicht verifiziert, sondern nur ggf. widerlegt werden können, ist diese Vorstellung vor allem darin problematisch, daß das Experiment niemals die (ganze) Wirklichkeit vertreten kann, weil es immer in einem vom Forscher geschaffenen künstlichen Milieu eines (weitgehend) abgeschlossenen Systems operiert. Damit ist das Experiment grundsätzlich immer der Gefahr ausgesetzt, daß es selbst schon von einer in ihm (versteckt) enthaltenen Hypothese, die den „Rest der Wirklichkeit“ ersetzen soll, geleitet wird und deshalb nicht zu einer verläßlichen Aussage über die Wirklichkeit fähig ist. Das sind die eigentlichen „harten“ Fälle der Physik, auf die ich im nächsten Kapitel wieder zu sprechen kommen werde.


Das Kernproblem unserer Physik, mit all den schweren Schäden in Natur und Medizin, bildet demnach das immer unsichere Prinzip der Hypothese. Warum kann man darauf nicht verzichten? Ich möchte nun, analog zu Kapitel 10, die mir dafür maßgebend erscheinenden Gründe des gegenwärtigen naturwissenschaftlichen Denkens auflisten, die miteinander eng verflochten sind. An den Anfang stelle ich den generellen Vorwurf des unkritischen Alltagsdenkens, aus dem sich alle weiteren Vorwürfe ergeben.


  1. Übertragung des Alltagsdenkens auf die Makro- und Mikrowelt: Die heutige Physik hat ihren Ausgang in der Galileischen Alltagswelt genommen. Bei ihrer Expansion in die alltagsfernen Regionen der Makro- und Mikrowelt hat sie die im Alltag erworbenen Vorstellungen und Erfahrungen auf diese übertragen, ohne die Gültigkeit solcher Extrapolationen ernsthaft zu hinterfragen. Sie hat es versäumt, sich mit den wissenschafts-theoretischen Vorbedingungen ihrer Wissenschaft auseinanderzusetzen.


  1. Unkenntnis der ganzheitlichen Schichtung der Natur: Unsere Physik berücksichtigt nur die lateralen Zusammenhänge innerhalb der einzelnen Schichten. Das ist die Ebene, auf der allein sich eine quantitative materialistische Naturbeschreibung ausführen läßt. Die geistige Komponente des vertikalen Zusammenhangs der Schichtung ist dieser Wissenschaft nicht zugänglich. Damit kann sie von der Natur weniger als die sprichwörtliche „Spitze eines Eisberges“ erfassen. Das bedeutet:


Unsere gegenwärtige Physik ist prinzipiell unvollständig!


  1. Beharren auf dem Prinzip der Nahwirkung: Das Verstehen der Fernwirkung ist an die Einsicht in den geistig-vertikalen Zusammenhang gebunden, also hier nicht möglich. Folglich muß man, um sich die Vorstellung von „Stoß und Druck“ zu erhalten, zu hypothetischen Konstruktionen wie Felder und Austauschteilchen greifen.


  1. Reduktionismus anstatt Black-box: Man begnügt sich nicht mit der Beobachtung des äußeren Verhaltens der Dinge, sondern will in sie hineinschauen, will ihre Teile erforschen und von jenen wieder die Teile, und so fort. Da sich das Ganzheitsprinzip, nach dem jene organisiert sind, prinzipiell nicht bis zu einem Ende verfolgen läßt, führt dieses Vorgehen unweigerlich zu dem dafür typischen infiniten Regreß.


  1. Denken in abgeschlossenen Systemen: Die Physik berücksichtigt nicht die Offenheit aller Systeme unserer Welt. Sie betrachtet die Systeme als weitgehend selbst-agierend, nicht in ihrer (vollständigen) Wechselwirkung mit der Umwelt, wie es das kybernetische Prinzip von Aktion + Reaktion zwingend erfordert. Goethe nennt es das „monadische Denken“ (s. Kap. 13). Das ist die Voraussetzung für das Experiment und der Nährboden für die Hypothesen.


  1. Konzentration auf Einzelobjekte: Dieses Prinzip ist eine Konsequenz von Punkt 5. Hier liegen die gefährlichsten Irrtümer der Mikrophysik, weil der Widerspruch zwischen dem kollektiven Zusammenwirken der Mikrosysteme im Rahmen einer höheren statistischen Gesamtheit und einer Interpretation der Experimente als Phänomene von Einzelteilchen nicht beachtet wird. Das klassische Prinzip der isolierten Einzelobjekt-Betrachtung führt bei der reduktionistischen Behandlung von Systemen auf den tieferen Ebenen der Schichtung wegen der Asymmetrie des vertikalen Informationsstromes zu den bekannten Schwierigkeiten der Quantenphysik: Diese Systeme sind in ihren dynamischen Aspekten prinzipiell nicht einzeln beobachtbar und beschreibbar.


  1. Unabhängiges Sein anstatt abhängigen Wirkens: Man betrachtet die sich erst aus der kybernetischen Wechselwirkung mit anderen Systemen ergebenden Attribute der Dinge als unabhängige Eigenschaften dieser (weitestgehend isoliert gedachten) Systeme selbst (vgl. Kap. 10, Pkt.5).


  1. Hypothesen als pseudoaxiomatische Bausteine der Physik: Sie sind die Konsequenz der bisher aufgelisteten fragwürdigen Prinzipien. Die heutige Physik hat ihre Grundlage in den Newtonschen Bewegungsgesetzen. Daß es sich bei diesen bereits um Hypothesen handelt, dessen war man sich zu Newtons Zeiten bewußt. Wegen ihrer Bewährung im technischen Alltag hat man das jedoch allmählich vergessen. Diese – und viele weitere – Hypothesen wurden zu (nicht mehr evidenten) „Axiomen“ umfunktioniert, auf denen man heute die Physik, nach dem dafür gar nicht zuständigen Vorbild der Mathematik, „axiomatisch“ zu begründen sucht, ungeachtet aller Probleme, die sich hierbei ergeben.


Der Einsatz von Hypothesen ist eine notwendige Folge des Reduktionismus:

Das ist der einzige Weg, dem infiniten Regreß zu entgehen.


Man achte darauf, wie sich bei den in den nachfolgenden Kapiteln beschriebenen Experimenten und ihren Deutungen die hier aufgelisteten fehlerhaften Denkprinzipien zu den dort angeführten und auf diese Weise unlösbaren Problemen verdichten!

Dr. rer. nat. Harald Zycha   |   A-9991 Dölsach   |   info(at)natur-ganzheit-medizin.at   |   Buch herunterladen